Der Milchsektor in Kolumbien ist für die Wirtschaft des Landes von großer Bedeutung. Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft (Minagricultura) aus dem Jahr 2021 macht sie 2,3 % des nationalen BIP und 24,3 % des landwirtschaftlichen BIP aus und schafft mehr als 700.000 direkte Arbeitsplätze. Außerdem gibt es an, dass sich Kolumbien mit einer geschätzten Produktion von 7.821 Millionen Litern im Jahr 2021 als viertgrößter Hersteller von Milch in Lateinamerika positioniert hat und nur von Brasilien, Mexiko und Argentinien übertroffen wird. 

Hintergrund und Initiative

Gemeinsam die Produktion verbessern

Trotz der oben genannten Punkte ist die Produktion im internationalen Vergleich immer noch niedrig. Während sie in Kolumbien bei 4,5 Litern pro Kuh und Tag liegt, produzieren Neuseeland 17, Uruguay 16 und die Vereinigten Staaten 36 Liter (IFCNC, 2020). Laut FAO (2023) werden fast 50 % der in Kolumbien produzierten Milch offiziell abgenommen, während die verbleibende Menge für den Eigenverbrauch oder den inoffiziellen Verkauf verwendet wird, was eine zusätzliche Herausforderung für die Milchwirtschaft des Landes darstellt. Dieses Problem ist in der Provinz Cauca noch gravierender, da dort fast 90 % der Milch inoffiziell abgenommen werden.

Schulung im kolumbianischen Molkereizentrum

Die schwedische Regierung hat sich über die Schwedische Botschaft und die Swedish International Development Agency (Sida) der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Tetra Pak Colombia, Tetra Pak Food for Development und den lokalen Verarbeitern von Milchprodukten Alpina und Alival in einer öffentlich-privaten Partnerschaft angeschlossen. Das Ziel besteht darin, die wirtschaftlichen Bedingungen von Kleinbauern durch technische Schulungen und den Zugang zum formellen Markt über die Kunden von Tetra Pak zu verbessern. 

 

Marcela Velásquez, Managing Director von Tetra Pak Andina, hebt den Wert dieser Initiative hervor. „Wir sind aus vielen Gründen stolz darauf, Teil dieses Molkereizentrum-Projekts in Cauca zu sein, unter anderem wegen seiner wichtigen sozialen Komponente. Durch das Projekt tragen wir zur Förderung des Frieden und zur Wiederherstellung des sozialen Gefüges in einer Region bei, die einen bewaffneten Konflikt durchgemacht hat. Es zielt darauf ab, die Bemühungen der ethnischen und ländlichen Viehzuchtgemeinschaften in dieser Region zu integrieren und zu stärken, Chancengleichheit für Frauen zu schaffen, junge Menschen zu unterstützen und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Milchwirtschaft zu sichern.

Schulung im kolumbianischen Molkereizentrum
ERGEBNISSE

Ein Schritt in Richtung wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit

Diese Zusammenarbeit markiert den Start eines dreijährigen Projekts für den Aufbau eines Molkereizentrums im Departamento del Cauca, das die Entwicklung des Milchsektors unterstützen soll. Die Region wurde aufgrund des Potenzials ihrer Milchwirtschaft sowie aufgrund der Herausforderungen ausgewählt, die sie bei der Bewältigung von Konflikten, der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit und der Verbesserung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung bei gleichzeitiger Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und dem Schutz der Umwelt bewältigen muss. In Cauca sind viele Kleinbauern als Nebeneinkommensquelle auf die Milchwirtschaft angewiesen, deren Potenzial durch die Vermittlung von Wissen und die Formalisierung der Wertschöpfungskette für Milchprodukte noch erheblich gesteigert werden kann.

 

Helena Storm, die schwedische Botschafterin in Kolumbien, sagt: „Diese Allianz ist auch für Schweden sehr wichtig, das in diesem Jahr 150 Jahre diplomatische Beziehungen mit Kolumbien feiert und ein Partner für die die Förderung des Friedens und der nachhaltigen Entwicklung im Land ist. Das Gemeinschaftsprogramm fördert eine nachhaltige Viehzucht, die Abholzung vermeidet und die Qualität und das Produktionsvolumen von Milch steigert, wodurch die Lebensqualität der indigenen und bäuerlichen Gemeinschaften in einer von Konflikten betroffenen Region verbessert wird und gleichzeitig zuverlässige Lieferanten für die Milchwirtschaft gefördert werden.“

 

Die erste Phase des Projekts ist angelaufen und die Basisdaten von 338 Farmen wurden erfasst, wovon 174 indigenen Familien gehören und 42 % von Frauen geführt werden. Diese Farmen befinden sich in vier Gemeinden in Cauca, darunter Cajibío, Puracé, Silvia und Sotará. Pläne für eine Ausweitung in größerem Umfang liegen vor. Das Ziel des Projekts besteht darin, die Produktion und das Einkommen der Farmen um 20 % zu steigern.

Milchsammlung in Kolumbien
BLICK IN DIE ZUKUNFT

Die Branche verändern – eine Region nach der anderen

Das Team von Tetra Pak Food for Development hat mit den Schulungsprogrammen für das FAO-Beratungsteam begonnen, welche die Datenerfassung und Berichterstattung, die Grundlagen der Milchproduktion und die Instrumente zur Bewertung von landwirtschaftlichen Betrieben umfassen.

 

Diana Marcela Sánchez, eine Milchproduzentin aus der Gemeinde Cajibío (Territoriale Entwicklungsprogramme), sagte: „Diese Initiative war für die Region von großer Bedeutung. Ich hebe sie besonders hervor, weil sie Teamarbeit fördert und sowohl das Territorium als auch die Viehzucht und Auswirkungen auf die Betriebe bei ihrem Vorgehen berücksichtigt. Das sind Transformationsprozesse.

 

„Wir sind stolz darauf, Teil dieser äußerst wichtigen Partnerschaft mit der Swedish International Development Agency (Sida), der FAO und den Kunden Alpina und Alival zu sein, die die Produktivität und die wirtschaftlichen Bedingungen von Kleinbauern verbessert, was ihren Lebensgrundlagen zugute kommt und das lokale Angebot an hochwertiger Milch in der Region erhöht“, sagt Rafael Fabrega, Vice President, Food for Development.

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