Fallstudie:

FSC™ CHAIN OF CUSTODY-ZERTIFIKAT

Tetra Pak, einschließlich aller Werke und Unternehmen, hat das Zertifikat des FSC™ erhalten. Damit können wir überall auf der Welt Verpackungen mit FSC-Siegel anbieten.

Rückverfolgbarkeit in jeder Phase

2014 erhielt Tetra Pak das Chain of Custody (CoC)-Zertifikat (Produktionskettenzertifikat) für insgesamt 92 Tetra Pak Werke weltweit. Tetra Pak ist somit eines der Unternehmen mit Forest Stewardship Council™ (FSC™)-Zertifikaten für die meisten Standorte. Das CoC-Zertifikat erlaubt die Rückverfolgung von Holzfasern in jedem Abschnitt der Lieferkette. So wird sichergestellt, dass alle Produkte mit FSC-Siegel auf einer umweltverträglichen, sozialverträglichen und wirtschaftlich verantwortlichen Forstwirtschaft gründen.

Lena Dahl, Manager für Recycling, Forstwirtschaft und Basismaterialien, arbeitet seit 2007 mit dem FSC zusammen, als die Kennzeichnung bei Tetra Pak Verpackungen erstmalig eingeführt wurde. „Diese Zertifizierung ist Zeichen unserer Verpflichtung zur Förderung von nachwachsenden Rohstoffen und Nachhaltigkeit“, so Dahl. „Aber es geht auch um die Anforderungen unserer Kunden. Unser Vorgehen ist einerseits ethisch richtig, andererseits auch wirtschaftlich.“

Die 10 FSC™-Prinzipien für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft

  • Grundsatz 1: Alle Gesetze, Bestimmungen, Verträge, Gepflogenheiten und Vereinbarungen sind einzuhalten und die Prinzipien und Kriterien des FSC sind zu erfüllen.
  • Grundsatz 2: Langfristige Ansprüche und Nutzungsrechte müssen klar definiert, dokumentiert und rechtlich verankert sein.
  • Grundsatz 3: Die gesetzlichen und gewohnheitsmäßigen Rechte der indigenen Gruppen hinsichtlich Besitz, Nutzung und Bewirtschaftung von Land sind anzuerkennen und zu respektieren.
  • Grundsatz 4: Das soziale und ökonomische Wohlergehen der im Wald Beschäftigten sowie der lokalen Bevölkerung ist zu erhalten oder zu steigern.
  • Grundsatz 5: Langfristige wirtschaftliche, soziale und ökologische Werte des Waldes sind zu bewahren oder zu steigern.
  • Grundsatz 6: Biologische Vielfalt, die Ressourcen, die Böden sowie Ökosysteme und Landschaften müssen erhalten oder wiederhergestellt werden.
  • Grundsatz 7: Es muss ein Managementplan umgesetzt, überwacht und dokumentiert werden.
  • Grundsatz 8: Fortschritte hinsichtlich der Managementziele sind zu belegen.
  • Grundsatz 9: Die Eigenschaften von Wäldern mit hohem Schutzwert müssen erhalten oder verbessert werden.
  • Grundsatz 10: Plantagen sind in Übereinstimmung mit den Prinzipien und Kriterien des FSC zu bewirtschaften.

Vorreiter

Tetra Pak hat das FSC-Zertifizierungssystem in der Getränkekartonindustrie eingeführt und 2007 den weltweit ersten FSC-zertifizierten Karton vorgestellt. Seitdem hat Tetra Pak mehr als 130 Milliarden Verpackungen mit dem FSC-Siegel an Verbraucher geliefert. Allein 2014 waren es 44 Milliarden.

Mit dem CoC-Zertifikat macht Tetra Pak weltweit auf das Konzept aufmerksam. „Unsere Verpackungen erreichen Millionen von Verbraucher am Frühstückstisch“, so Dahl. „Das FSC erkennt an, dass wir auf diese Weise einen erheblichen Beitrag zu ihrer Arbeit beitragen. Unsere Kunden können ihre Unterstützung für verantwortungsvolle Forstwirtschaft anhand des leicht erkennbaren Umweltsiegel zeigen.“

Der Konsumnachfrage gerecht werden

Das alles steht laut Mario Abreu, Vizepräsident Umwelt, ganz im Sinne der sich wandelnden Struktur der Konsumnachfrage. „Verbraucher sind sich zunehmend der Umwelteinflüsse durch die von ihnen gekauften Produkten bewusst und erwarten von Unternehmen Unterstützung für nachhaltigere Entscheidungen“, so Abreu. „Als Großverbraucher von Karton sehen wir uns in der Pflicht, im Rahmen unserer Möglichkeiten zum Schutz des weltweiten Waldbestands beizutragen. Daher möchten wir sicherstellen, dass das von uns verwendete Kartonmaterial zu 100 % aus zertifizierten Quellen stammt.“

Jetzt blicken Lena Dahl und ihr Team in die Zukunft und konzentrieren sich darauf, das CoC-Zertifikat zu erhalten und, gemeinsam mit Kollegen aus Marketing und Vertrieb, FSC-zertifizierte Verpackungsmaterialien durch Workshops und die Entwicklung von Vertriebstools bekannter zu machen. „Wir können diese Materialien weltweit zur Verfügung stellen“, so Dahl. „Unsere Kollegen können dann unseren Kunden die Vorteile vermitteln.“

Öffnen einer Kartonverpackung

 

Erfahren Sie mehr über die FSC Chain of Custody: