Leistungszahlen 2017

Rohstoffe und Beschaffung

Die Zahlen in diesem Abschnitt beziehen sich auf die Rohstoffe zur Herstellung unserer Kartonverpackungen. Dazu gehören beispielsweise Laminierungen, Verschlüsse, Trinkhalme, Bänder und Folien. Im Diagramm werden die relativen Anteile jedes einzelnen Rohstoffs aufgeführt, aus dem unsere Verpackungen bestehen.

Hinweis: Diese Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2017. Wir werden in Kürze ein Update zur Leistung von 2018 veröffentlichen.

Verbrauchte Rohstoffe nach wichtigen Ausgangsmaterialien

 

Nach Gewicht verwendete Gesamtrohstoffe für Verpackungen

Seit wir 2007 den ersten mit FSC-Siegel gekennzeichneten Getränkekarton auf den Markt brachten, ist die Zahl der von uns an unsere Kunden gelieferten Verpackungen mit FSC-Siegel kontinuierlich gestiegen.

Klima und Energie

Auswirkungen der Wertschöpfungskette auf das Klima

Unser Klimaziel für 2020 ist das Einfrieren von Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf dem Stand von 2010 bei gleichzeitigem Unternehmenswachstum.

Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die größten Klimaauswirkungen lassen sich dem Energieverbrauch zuordnen, sowohl bei unseren eigenen betrieblichen Abläufen als auch in der gesamten Wertschöpfungskette. An die 90 % der Treibhausgasemissionen in unserer Wertschöpfungskette stammen aus der Rohstoffproduktion unserer Lieferanten und aus dem Einsatz unserer Verarbeitungs- und Verpackungsanlagen in den Werken unserer Kunden.

Aufschlüsselung der Klimabelastung unserer Wertschöpfungskette

Die Aufschlüsselung der Gesamtemissionen der Wertschöpfungskette nach den so genannten Scopes des GHG-Protokolls ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Die Scope-3-Ergebnisse von Tetra Pak pro Kategorie können auf dem Berichtssystem des CDP (Carbon Disclosure Project) eingesehen werden. 

Tabelle Treibhausgasemissionen in kt CO2e

*Basierend auf marktbasierter Scope 2-Berichterstattung. Das ortsbasierte Scope 2-Ergebnis 2017 beträgt 325 kt Kohlendioxidäquivalente.

**Einschließlich der folgenden Scope 3-Kategorien: 1, 3, 4, 5, 6, 9, 11 und 12.

***Die Verringerung der Emissionen wird berechnet, indem die absoluten Emissionen der Wertschöpfungskette mit denen des Vorjahres und denen des Jahres 2010 (Referenzjahr für unser Klimaziel 2020) verglichen werden.

Weitere Informationen zur Berichterstattung über Treibhausgasemissionen finden Sie unter Messung und Berichterstattung.  

 

Klimaauswirkungen der Tetra Pak-Betriebe

Scope-1-Emissionen umfassen direkte Emissionen aus unseren eigenen betrieblichen Abläufen, einschließlich Kraftstoffverbrauch und die Verwendung von Kälte- und Lösungsmitteln. Scope-2-Emissionen umfassen indirekte Emissionen durch zugekauften Strom, Wärme, Dampf oder Kühlung. Unsere Scope-2-Gesamtemissionen für 2017 wurden anhand der „marktbasierten” Bewertungsmethode errechnet. Dies bedeutet, dass wir – sofern verfügbar – lieferantenspezifische Emissionsraten entsprechend der Scope-2-Qualitätskriterien des Treibhausgas-Protokolls verwendet haben und dass unsere Ergebnisse die Nutzung des erneuerbaren Stroms an unseren Standorten wiedergeben. Neben der Verringerung der Emissionen entlang der Wertschöpfungskette konnten wir auch Scope-1- und Scope-2-Emissionen reduzieren. ​

2017 gingen unsere Scope-1- und -2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2016 um 14 % zurück. Gleichzeitig erzielten wir gute Fortschritte hinsichtlich unserer wissenschaftlich ermittelten Emissionsrückgangsziele für die Jahre 2030 und 2040. Hauptgründe für die Reduzierung unserer Emissionen waren Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz unserer Standorte sowie die verstärkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen bei unseren betrieblichen Abläufen. Hauptfaktor für unsere Scope-1- und -2-Emissionen ist der an unseren Standorten zugekaufte Strom, der 73 % ausmacht.

 

THG-Emissionen (Scope 1 und 2)

 

Treibhausgas-Emissionen (Scope 1 und 2) pro Emissionsquelle

Wir kontrollieren die Stärke der Emissionen unserer Verpackungsmaterialwerke durch Messung der erzeugten Scope-1- und -2-Emissionen pro produzierter Million Standardpackungen.

 
Intensität der Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2), Produktion von Verpackungsmaterial

 

Energienutzung der Tetra Pak-Betriebe

Die berichtete Energienutzung umfasst zugekauften und am Standort erzeugten Strom, die Verwendung fossiler Brennstoffe wie Erdgas und Fernwärme (Heißwasser/Dampf). Die meiste Energie für unsere betrieblichen Abläufe gewinnen wir aus Strom. Brennstoffe werden für die Erhitzung sowie für spezifische Prozesse wie die Trocknung von Druckfarben eingesetzt.

Die nachstehende grafische Abbildung zeigt den Gesamtenergieverbrauch unserer Betriebe weltweit. Die Energienutzung ist trotz steigender Produktion relativ konstant geblieben. Unsere Produktionswerke zeichnen für 80 % der gesamten Energienutzung in unseren betrieblichen Abläufen verantwortlich.

 

Energienutzung
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Energienutzung nach Quelle
Zugekaufter Strom ist die Hauptenergiequelle für unsere Geschäftstätigkeit. Von dem im Jahr 2017 verbrauchten Strom stammten 45 % aus erneuerbaren Quellen.
 
Energieverbrauch
 
 
Stromverbrauch

Wir kontrollieren die Energieintensität unserer Verpackungsmaterialwerke durch Messung des Energieverbrauchs bei der Produktion von einer Million Standardpackungen. Anhand des Diagramms unten wird deutlich, dass dieser Wert in den vergangenen Jahren ohne große Schwankungen relativ konstant geblieben ist.

 
Energieintensität in der Herstellung von Verpackungsmaterial


Sonstige Emissionen in die Luft

Ozonschichtzerstörende Substanzen

Emissionen von ozonschichtzerstörenden Stoffen aus FCKW-/HCKW-Leckagen.

Gemäß einer Richtlinie von Tetra Pak sollen FCKW, Halon und alle anderen Substanzen mit hohem Treibhauspotenzial durch alternative Substanzen mit geringerer Umweltbelastung ersetzt werden. Seit der Implementierung dieser Richtlinie sind unsere Emissionen von ozonschichtzerstörenden Substanzen auf ein vernachlässigbares Niveau gesunken. 

Ozonschichtzerstörende Substanzen

 

Flüchtige organische Verbindungen (VOCs)

VOC-Emissionen entstehen größtenteils aus in Druckfarbe verwendeten Lösungsmitteln und zu einem geringen Teil auch während der Druckplattenherstellung. Die nachfolgenden Zahlen stehen für die gesamten VOC-Emissionen in die Atmosphäre nach der Abgasreinigung.

 

VOC-Emissionen bei der Herstellung von Verpackungsmaterial

 

In nachfolgenden Diagramm sind unsere VOC-Emissionen pro hergestellter Million Standardpackungen abgebildet.

 

VOC-Emissionsintensität bei der Herstellung von Verpackungsmaterial


Betriebsabfälle

Produktionsabfälle im Bereich Verpackungsmaterial

Materialabfall wird als Differenz zwischen den verbrauchten Rohstoffen und dem hergestellten Verpackungsmaterial berechnet. Mit dem Materialabfallquotienten wird der werksspezifische gewichtete durchschnittliche Prozentsatz an Abfall angegeben. In der Abbildung unten ist die stetige Abnahme an Verpackungsmaterialabfall über die Jahre zu erkennen.

 

Verpackungsmaterialabfall

 

Abfallmanagement Betriebsabfälle

Die Abfallwirtschaft umfasst die Handhabung aller an den Fertigungs- und Ausrüstungsmontagestandorten erzeugten Feststoffabfälle, Produktionsabfälle und anderer an den Standorten anfallenden Abfälle. Im Diagramm sind die relativen Anteile der Abfallarten aufgeführt, die recycelt, verbrannt (mit oder ohne energetischer Verwertung) und zur Mülldeponie gebracht werden.

 

Abfallwirtschaft

 

Wasser

Die Daten in diesem Abschnitt zeigen den Gesamtwasserverbrauch aller Tetra Pak-Standorte. Die von uns verbrauchte Wassermenge ist moderat. Dennoch versuchen wir, den Verbrauch so gering wie möglich zu halten. Unsere Verpackungsmaterialwerke zeichnen für den Großteil des Wasserverbrauchs verantwortlich. Es folgen die betrieblichen Abläufe zur Montage von Maschinen und Anlagen.

 

Wasserverbrauch des Unternehmens

 

Gesamte Wassernutzung nach Funktion

Die Hauptwasserquelle für Tetra Pak ist die kommunale Wasserversorgung (63 %), gefolgt von Grundwasser (24 %). Im Jahr 2017 wurden die Bürostandorte nicht aufgefordert, ihre Wasserentnahmequellen bei der jährlichen Umweltdatenerfassung von Standorten zu melden, sodass der Wasserverbrauch als „sonstig/unbestimmt” ausgewiesen wird.

 

Wasserentnahme nach Quelle

Ähnlich wie bei der Messung der Energieintensität kontrollieren wir den Wasserverbrauch unserer Produktionsstandorte für Kartonverpackungen pro eine Million hergestellter Standardpackungen.

Wassernutzungsintensität bei der Herstellung von Verpackungsmaterial

Recyclingdaten

Weltweite Recyclingquote der Tetra Pak-Verpackungen
Gesamtzahl der recyelten Tetra Pak-Verpackungen

Verpackungen mit FSC-Siegel

Umweltmanagementsystem-Zertifizierung

Tetra Pak engagiert sich weit über gesetzliche Anforderungen hinaus und stellt durch die Einhaltung internationaler Umweltschutzstandards sicher, dass Umweltfragen und Umweltbelastungen systematisch behandelt werden. Ende 2017 waren 97 % unserer Werke gemäß ISO-Norm 14001 zertifiziert; die Zertifizierung der restlichen 3 % ist bereits im Gange.

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Weiterführende Links

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